Frau Rossi kocht … Grünkohl

Mensch ist dieser Winter kalt. Der erste seit langem, der in manchen Regionen ja sogar mit Schnee aufwartet. Jeden Tag sehe ich traumhafte Winterbilder von Islandpferden im Schnee – mit und ohne Reiter/in. Toll! Mit dem Pferd – bei den Mädels unter uns sicher vornehmlich weiß und wir mit einem netten Kleid 🙂 („Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ lässt grüßen, Fernsehen als Kind prägt also doch. Ein ganz kurzer Einblick in den Film hier – und ja, es sind keine Islandpferde und wir alle können besser reiten, hoffentlich 🙂 Hochzeitsritt ab ca. 2:35).
Aber mit unseren Ponys durch den Pulverschnee zu reiten, das stelle ich mir wirklich traumhaft vor. Wer weiß, vielleicht ist mir das auch nochmal vergönnt. Ein weißes Pferd habe ich und einen Traumprinzen auf ebenfalls einem Islandpferd auch… Damit ist der Grundstock gelegt!
Mit dem Schnee können wir jetzt aber gern noch bis nächstes oder übernächstes Jahr warten, im Ruhrgebiet und Münsterland sorgt jede noch so kleine Flocke für böses Chaos. Spazierengehen in der Wintersonne mit den Ponys ist auch schön. Und entspannt beide – Roß und Reiter/in
.
Hm, jetzt bin ich ins Plaudern geraten und wahrscheinlich fragt Ihr Euch solangsam, was hat das denn bitteschön mit Kochen zu tun…
Nun ja. Ich reite und ich koche – beides übrigens ungefähr gleich lang dieses Jahr.
Da habe ich gedacht, ich richte hier bei Frau Rossi eine Sparte ein, die „Kochen für Reiter/innen“ heißt.

Vor langen Jahren habe ich nebenbei bei mehrtägigen Reitkursen einer damaligen Freundin fürs Essen gesorgt, im ganz kleinen Rahmen. Aber genau diese Freundin hat einen sehr schönen Spruch geprägt „Essen in gewohnt guter Heidi Qualität“. Nett, oder? Kochen läuft also ganz gut bei mir. Aber ich bin auch jemand, der einige Dinge beim Kochen nicht so gern tut: Braten zum Beispiel – also aufwendig in der Pfanne. Dazu habe ich über die Jahre einige Alternativen im Backofen entwickelt – werdet Ihr noch im Laufe der kleinen Rezeptereihe kennenlernen. Und es darf, außer in Ausnahmefällen, nicht zu aufwendig sein – die Ponys warten schließlich!

Anfang macht jetzt, ein Genuß in dieser kalten Zeit,  der Grünkohl!
Als Nordlicht, ist mir das Grünkohlessen seit meiner Kindheit vertraut – mal mehr, mal weniger lecker. Aber wusstet Ihr, dass der Grünkohl, anders als man vermuten mag, ursprünglich gar nicht aus dem Norden kommt? Ich auch nicht, hab’s aber mal recherchiert.

Etwas Wissen zum „Angeben“: Grünkohl wurde ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum angebaut und war dort als „Sabellinischer Kohl“ extrem begehrt – vor allem in Rom (heute noch dort erhältlich als „Caballo nero“). Wahrscheinlich kam er, der „krausblättrige Blattkohl, ca. 400 v. Chr. aus Griechenland dort hin. Wann und wie er in den Norden Deutschlands kam, ist leider nicht genau bekannt; ist aber schon eine Weile her; denn Bremen z.B. zelebrierte 1545 das erste Mal ein öffentliches Grünkohlessen. Heute noch ist er in Ostfriesland und Oldenburg unter dem Spitznamen „Friesische Palme“ oder „Oldenburger Palme“ bekannt. Es ist aber mehr als nur ein Spitzname. Früher gab es im Norden mehr als eine Sorte Grünkohl. Mit einer Höhe von bis zu 3 m ernährten die unteren Blätter die Tiere und die oberen die Menschen. Sehr praktisch eingerichtet. Inzwischen sind diese alten Sorten nur noch selten zu bewundern. Wer mehr erfahren möchte, dem seien diese Links ans Herz gelegt: Ostfriesische Palme und Grünkohl – alte Sorten

Grünkohl ist frisch ca. von September bis Februar erhältlich, gefroren und im Glas (nicht meine erste Wahl, ehrlich gesagt) das ganze Jahr.

Gesund ist er ziemlich – Vitamin C, E, A und Calcium, um nur einige der Inhaltsstoffe zu nennen (nachlesen könnt Ihr das z.B. hier:http://eatsmarter.de/lexikon/warenkunde/gruenkohl). Ich denke, dass ist auch der Grund, warum er in so vielen grünen Rohkost-Smoothies verwendet wird.Hab‘ ich aber ehrlich gesagt,noch nicht probiert. Wenn jemand von Euch ein tolles Rezept dazu hat, veröffentliche ich das gern.

Der Frau Rossi Grünkohl ist klassisch gekocht mit Fleisch bzw. Mettwürstchen. Geht aber auch vegetarisch – dafür einfach die Bestandteile im Rezept, die tierische Fette oder Wurst/Fleisch enthalten weglassen. Im Falle des Schmalzes: es gibt pflanzliches und das ist geschmacklich ok.

Das Rezept:  Frau Rossis Grünkohl

Ihr könnt die Gewürze verstärken oder weglassen – ganz nach Eurem persönlichen Geschmack. Das ist der Vorteil bei selbst gekochtem Essen! Kartoffeln reinschnibbeln oder Bratkartoffeln dazu machen. Das Wichtigste für den Geschmack: Ich lasse den gekochten Grünkohl immer gern eine Nacht ziehen (nee, nicht um die Häuser – er muss brav in seinem Topf bleiben). Es lohnt sich also auch, ein paar Portionen mehr zu kochen und fertig einzufrieren.
Spart unter der Woche eine Menge Zeit, vor allem, wenn aus dem obligatorischen „ich bin mal ganz kurz am Stall“ die üblichen 2-4 Stunden werden.

Jetzt bin ich mal gespannt und freue mich über Feedback,

Eure Frau Rossi

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